Gefängnisseelsorge | Besuch der Segensorte bei der Firmvorbereitung 2026

In dieser Woche besuchen die Firmbewerber Segensorte. Orte, an denen Menschen geholfen wird, an denen das Evangelium gelebt und Segen sichtbar und wirksam wird. 

Segensorte. Orte, an denen Menschen geholfen wird, an denen das Evangelium gelebt und Segen sichtbar und wirksam wird. 

Den Auftakt bildete der Besuch in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf beim Pastoralreferenten und Gefängnisseelsorger Stefan Manzeck. Neun Jugendliche hatten sich für diesen Segensort entschieden. „Ich kann mir Kirche im Gefängnis gar nicht vorstellen.“ sagte eine Jugendliche zu Beginn.

Auch wenn die Minderjährigen die JVA nicht betreten durften, erläuterte Stefan Manzeck anschaulich den Aufbau, die Bereiche und verschiedenen Abteilungen des Gefängnisses. Gemeinsam im ökumenischen Team sind die Seelsorgenden für alle ca. 350 männlichen Gefangenen unabhängig von ihrer religiösen Ausrichtung ansprechbar für persönliche Gespräche, die der Schweigepflicht unterliegen.

Ein Highlight ist der sonntägliche immer gut besuchte Gottesdienst, zu dem alle eingeladen sind. Besonders in dieser Zeit des Freiheitsentzuges wird Jesus für manche Menschen wichtig. „Man braucht etwas zum Festhalten, deshalb sind auch unsere Rosenkränze als Gebetsketten sehr gefragt.“ sagt Manzeck. Für ihn wird das Bild der Seelsorge im Gefängnis an der Ikone der Versöhnungskirche aus Taize besonders deutlich. „Jesus legt den Arm um den Menschen neben ihm, er stärkt ihm den Rücken, beide schauen in die gleiche Richtung. Wir als Seelsorgende geben Hilfestellung für ein gelingendes Leben. Ein Mensch ist nicht nur seine Tat, sondern muss in seiner Gesamtheit betrachtet und würdevoll behandelt werden.“

Außerdem bieten die Seelsorgenden Musikgruppen oder Kunstprojekte an, bei denen z. B. die Steinskulpturen vor dem Eingang entstanden sind. Auch für die Mitarbeitenden sind die Seelsorgenden da. In diesen Tagen gehen sie mit einer kleinen Gruppe auf eine Pilgertour. Die Jugendlichen hatten viele Fragen und waren dankbar für den interessanten Einblick in dieses besondere Arbeitsfeld. Herzlichen Dank an Stefan Manzeck!

Carolin Herbke