Sakramente-Parcours und Segensorte zur Vorbereitung auf die Firmung
Derzeit bereiten sich in Göttingen 60 Mädchen und Jungen auf ihre Firmung vor. Die ersten Treffen fanden Anfang April statt, die Firmungstermine sind der 12. und 19. September. Die Firmung ist eines der sieben Sakramente in der katholischen Kirche und stellt die Vollendung der Taufe dar. Bei der Firmung empfängt man den Heiligen Geist, der Kraft für den Glaubensweg und das christliche Leben gibt. Man bekennt sich eigenständig zum christlichen Glauben und wird vollwertiges Mitglied der Kirche.
Bei den Vorbereitungstreffen wird jeweils ein Thema besprochen. Betreut wurden die diesjährigen Firmlinge in der Vorbereitung von mehreren Teamern sowie Gemeindereferentin Bianca Nowak, Pastoralassistent Nils Hoffmann und den beiden Jugendreferentinnen Amy Wiedermann-Claar und Tetiana Fedorovych.
Neben den klassischen Treffen stand bei den Firmlingen aber auch der Besuch eines sogenannten Segensortes auf dem Programm. Bei diesen zweistündigen Terminen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Wahl zwischen dem Besuch eines Alten- und Pflegeheims, dem Malteser Rettungsdienst, einer Kindertagesstätte, einem Beerdigungsdienst/Trauerseelsorge, der Klinikseelsorge, eines Pflegedienstes, der katholischen Hochschulgemeinde, dem Freiwilligenzentrum BONUS, der Bahnhofsmission und weiteren spannenden Orten.
An dem Segensort erhielten die Mädchen und Jungen einen Einblick in die Arbeit vor Ort. So etwa beim Freiwilligenzentrum Bonus im Caritas-Zentrum an der Pfalz-Grona-Breite in Göttingen. Hier berichtete Leiterin Maria Weiss den Jugendlichen nicht nur vom Freiwilligenzentrum, sondern stellte auch vor, welche Einrichtungen ansonsten im Caritas-Zentrum zu finden sind. So sind in dem Gebäude auch die Kindertagesstätte St. Godehard I und der Sprachheilkindergarten St. Hildegard, sowie verschiedene Beratungsangebote. Unter anderem die allgemeine Lebensberatung, in der Weiss tätig ist. „Hierher kann man erst einmal mit allen Problemen kommen und dann können wir gemeinsam gucken, ob beispielsweise eine gezielte Beratung nötig ist“, erklärte Weiss den Jugendlichen. In so einem Fall würde sie dann den Kontakt zur entsprechenden Beratungsstelle vermitteln. „Ansonsten versuche ich Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten“, sagte sie. Zudem erläuterte sie den Mädchen und Jungen, dass Jugendliche sich auch ohne ihre Eltern an die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche wenden könnten, beispielsweise, wenn es Konflikte mit den Eltern gebe.
Das Freiwilligenzentrum Bonus, das seit mehr als 25 Jahren besteht, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen, die ehrenamtlich arbeiten wollen und Vereine, die Ehrenamtliche suchen, zusammenzubringen. Der einzige Anspruch sei, dass die Ehrenamtlichen Spaß bei der Arbeit haben. „Aktuell haben wir rund 120 Angebote, aus denen Interessierte wählen können“, berichtete Maria Weiss. Unter anderem könnte man sich dem Besuchsdienst in Pflegeheimen anschließen, Nachhilfe geben oder beim Projekt Besuch mit Herz und Pfote mitarbeiten. Die Jugendlichen stellten verschiedene Nachfragen zu den verschiedenen Themenbereichen und bedankten sich anschließend herzlich bei Maria Weiss für die Führung durch das Caritas-Zentrum.
Fester Bestandteil der Firmvorbereitung ist auch der sogenannte Sakramente-Parcours. Hier gibt es für jedes der sieben Sakramente eine eigene Station. Dieses Treffen findet an einem Sonnabendnachmittag am Waldrand von Weende statt. Hierbei werden die Firmlinge in mehrere Gruppen aufgeteilt. Bevor der Parcours startet, gibt es eine kurze Einführung ins Thema. Hierbei wurden die sieben Sakramente Taufe, Eucharistie, Firmung, Ehe, Buße (Beichte), Weihe und Krankensalbung kurz vorgestellt. Zudem ging Bianca Nowak darauf ein, dass die Sakramente an Scheidepunkten des Lebens auftreten und auch das christliche Leben mitbestimmen. In den Kleingruppen mussten die Jugendlichen dann gemeinsam einen Fröbelturm errichten.
Anschließend machten sie sich auf den Weg von Station zu Station. An der jeweiligen Station hieß es dann zunächst erst einmal herauszufinden, um welches der sieben Sakramente es sich handelte. Hierfür musste beispielsweise beim Sakrament der Buße, ein gordischer Knoten gelöst werden. Mit dem Lösen des Knotens sollte symbolisiert werden, dass man sich nach der Beichte erleichtert fühle, weil sich der Knoten in einem drin gelöst habe. Im Anschluss daran galt es verschiedene Aufgaben rund um das Sakrament zu lösen. Zunächst einmal jeder Jugendliche für sich allein und danach dann in der Gruppe. Zum Abschluss des gemeinsamen Nachmittags gab es noch ein gemeinsames Abendessen.




